05.03.2016 / Inland / Seite 5

Gift im Urin

Studie weist Glyphosat bei fast allen Teilnehmern nach

Simon Zeise

Wir alle sind bereits vergiftet. So könnte man die Laborergebnisse von 2.009 Probanden zusammenfassen, die sich bereit erklärt hatten, eine Urinprobe auf das Pestizid Glyphosat untersuchen zulassen. 99,6 Prozent der Teilnehmer an der »Urinale 2015«, wie die Initiatoren ihre Kampagne nannten, waren betroffen, bei 75 Prozent wurden sogar deutlich überhöhte Werte festgestellt. Bei ihnen war die Dosis im Urin mit mindestens 0,5 Mikrogramm pro Liter fünfmal so hoch wie der Grenzwert für Trinkwasser, der bei 0,1 Mikrogramm pro Liter liegt. Die Ergebnisse wurden am Freitag in Berlin vorgestellt.

Das Pflanzengift Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Menschen kommen mit dem Herbizid über Lebensmittel, Trinkwasser oder etwa als Landwirte in Kontakt. Weil keine staatliche Stelle ihrer Aufgabe nachkommt, flächendeckend zu prüfen, welche Ausmaße die Belstung mit dem Giftstoff bisher erreicht, hatten mehr als 2.000 Menschen Urinproben gesammelt und deren ...

Artikel-Länge: 3581 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe