04.03.2016 / Feminismus / Seite 15

Noch viel Arbeit übrig

Am Sonntag demonstrieren Aktivistinnen aus dem ganzen Land in Berlin. Bericht zur Umsetzung der UN-Frauenrechtskonvention belegt enorme Defizite

Jana Frielinghaus

Es ist das dritte Mal, dass ein breites Bündnis von Feministinnen zum »Frauen*kampftag« in Berlin aufruft. Gründe gibt es genug, für die Gleichberechtigung von Frauen, aber auch sexuellen Minderheiten, auf die Straße zu gehen. Zuletzt offenbarten aktuelle Daten der Bundesregierung einmal mehr die gravierende Ungleichbehandlung der weiblichen Hälfte der Bevölkerung Deutschlands bei der Entlohnung im Job (siehe jW vom Donnerstag). Und Frauen werden nicht nur schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Noch immer erledigen sie auch den Löwenanteil der im Haushalt, bei der Kinderbetreuung und der Pflege älterer und kranker Angehöriger anfallenden Arbeiten. Dafür gibt es höchstens ein paar warme Worte – und im Alter eine Rente auf Hartz-IV-Niveau.

Und es liegt weit mehr im argen: Vergangenen Freitag wurde im Bundestag der aktuelle Staatenbericht Deutschlands an den UN-Ausschuss zur Beseitigung aller Formen der Diskriminierung gegen Frauen (Committee on the...

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