03.03.2016 / Feuilleton / Seite 11

Umfeld der Familie

Ein Patriarch, der aus der Militärdiktatur kam: Der argentinische Film »El Clan«

Lena Kreymann

Politthriller, Horrorfilm, Coming-of-Age-Story oder Familiendrama? »El Clan« ist das alles ein bisschen. Doch vor allem ist »El Clan« ein argentinischer Film – von einem argentinischen Regisseur mit argentinischen Darstellern über argentinische Geschichte in einer argentinischen Stadt.

Anfang der 80er Jahre lebt die siebenköpfige Familie Puccio in San Isidro, einer wohlhabenden Vorstadt von Buenos Aires. Die Puccios fügen sich gut in die Nachbarschaft ein: Am Esstisch wird gebetet, Vater Arquímedes fegt regelmäßig den Bürgersteig und grüßt dabei freundlich, zudem pflegt er Kontakte in hohe Regierungskreise. Sein ruhiger, höflicher Sohn Alejandro spielt erfolgreich in der Rugbynationalmannschaft und ist beliebt bei seinen Teamkollegen. Im Laufe des Films eröffnet er einen Surferladen, ein respektables, kleines Geschäft. Woher er das Geld dafür hat? Vater Arquímedes macht einigen Reibach mit professionell geplanten Entführungen, die Opfer kommen aus dem Umfe...

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