03.03.2016 / Feuilleton / Seite 10

Trauma und Staatsräson

Sandrone Dazieris aktueller Thriller führt gekonnt in die dunke Welt des Unbewussten

Utz Anhalt

Dante Torre ist als Freelance-Profiler begehrt, denn er erkennt die Abgründe der Menschen an Details, die anderen nie auffielen – und fast immer liegt er richtig. Damit verdient er seinen Lebensunterhalt, einen regulären Job hält der an Klaustrophobie leidende Mann nämlich nicht aus.

Die Begabung und die psychischen Probleme der zentralen Figur in Sandrone Dazieris Thriller »In der Finsternis« haben den gleichen Ursprung: Als kleiner Junge wurde Torre entführt und verbrachte elf Jahre als Gefangener in einem Betonsilo. Dort lernte er, die kleinsten Regungen seines Peinigers zu deuten.

Viele Jahre später verschwindet wieder ein Junge. Polizisten treffen auf einen verwirrten Mann, der sagt, er sei eingeschlafen, und als er aufwachte, wären sein Sohn und seine Frau verschwunden gewesen. Die Polizei findet die Leiche der Frau. Der Sohn bleibt verschwunden, und sein Vater wird als mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft gesteckt.

Doch Polizeichef Rovere hat einen...

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