03.03.2016 / Inland / Seite 8

»Der Konsens der politischen Mitte erodiert«

Armut ist Konsequenz der Politik der SPD-Grünen-Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Ein Gespräch mit Christian Leye

Markus Bernhardt

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat das Ruhrgebiet in seinem in der vergangenen Woche veröffentlichten Armutsbericht als die »Problemregion Nummer eins« bezeichnet. Teilen Sie diese Einschätzung?

Unbedingt. Das Ruhrgebiet tauchte zum ersten Mal 2012 im Armutsbericht des Paritätischen auf. Und schon damals wurde von einer dramatischen Entwicklung gesprochen. Seitdem hat der Trend ungebrochen angehalten. Nun hat die Armutsquote zum ersten Mal die 20-Prozent-Marke erreicht. Man muss sich das klar machen: Jeder fünfte Mensch im Ruhrgebiet gilt inzwischen als arm. In Städten wie Duisburg ist es sogar jeder vierte. Noch schlimmer ergeht es übrigens Kindern. In Gelsenkirchen zum Beispiel leben 40 Prozent von ihnen von Hartz IV.

In der Vergangenheit versuchte sich NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, SPD, stets als soziale Landesmutter zu inszenieren. Was ist davon übrig?

Nichts als heiße Luft. SPD und Grüne reagieren in NRW auf die soziale Schieflage gerne m...

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