03.03.2016 / Inland / Seite 5

Unter falscher Flagge

Tarife in der Schiffahrt werden unterlaufen. Onlinepetition fordert Ende des Outsourcing zur See

Burkhard Ilschner

In den 1950er Jahren gab es in den damals zwei deutschen Staaten unterschiedlichen Schätzungen zufolge 50.000 bis 60.000 Seeleute. Aktuell schwanken die Angaben zwischen 3.500 und 5.000 – und der weitere Abbau wird brachial vorangetrieben. Der Hamburger Arbeitsrechtler Rolf Geffken will, dass das nicht länger hingenommen wird. Der engagierte Streiter für die Rechte von Seeleuten und Hafenarbeitern hat eine Petition an den Deutschen Bundestag im Internet veröffentlicht, mit dem eindringlichen Appell: »Rettet die deutsche Seeschiffahrt – gegen die Abschaffung der Seefahrtsberufe«. 2.168 Menschen teilen momentan seine Auffassung, und täglich werden es mehr. Doch bis zum 30. April muss die Zielmarke von 10.000 Unterstützern erreicht werden, damit die Petition wirksam eingereicht werden kann. »Ich hoffe, dass noch viele Menschen ihre Solidarität mit den Seeleuten bekunden und unterzeichnen«, fordert der Obmann der Linksfraktion im Verkehrsausschuss des Bundest...

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