03.03.2016 / Inland / Seite 5

Berufsrisiko Frau

»Weiblicher Beschäftigungsboom« basiert auf niedrigen Gehältern und Teilzeitverträgen. Alleinerziehende besonders betroffen

Susan Bonath

In Deutschland hat sich an den enormen Einkommensunterschieden zwischen den Geschlechtern wenig geändert. Im Schnitt verdienen Frauen hierzulande 21,6 Prozent weniger als Männer. Im europäischen Vergleich klaffen die Bruttolöhne nur in Österreich (22,9 Prozent) und Estland (28,3 Prozent) weiter auseinander. Die geringsten Unterschiede bestehen in Slowenien (2,9 Prozent) und Malta mit 4,8 Prozent. Das ergab eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion (liegt jW vor), über die am Mittwoch zuerst die Funke-Mediengruppe berichtete.

Demnach bestehen bei der Lohnungleichheit auch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. So verdienen Frauen in den alten Bundesländern sogar rund 23 Prozent weniger als Männer, im Osten sind es neun Prozent. Dies liege daran, dass im Westen weiterhin weniger Frauen voll berufstätig sind. In den neuen Ländern haben Frauen mehr Chancen auf höher bezahlte Arbeitsplätze. Werden allerdings Faktoren wie Branc...

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