02.03.2016 / Ansichten / Seite 8

Verschärfter Streit

Iran: Wahlen polarisieren

Knut Mellenthin

Das Endergebnis der Wahlen im Iran, die am Freitag stattfanden, war bis zum Redaktionsschluss am Dienstag abend immer noch nicht bekanntgegeben. Festzustehen scheint aber, dass das Bündnis aus Reformern und zentristischen Gemäßigten, das unter dem Namen »Liste der Hoffnung« angetreten war, künftig die Mehrheit in der 88köpfigen Expertenversammlung stellen wird.

Das ist ein bedeutender Vorgang. Zwar hat dieses Gremium, das für acht Jahre gewählt wird, in der Regel wenig zu tun. Seine Aufgaben sind darauf beschränkt, den »Obersten Revolutionsführer« zu wählen, dessen Amtsfähigkeit unter medizinischen und geistigen Gesichtspunkten zu beobachten und erforderlichenfalls einen Nachfolger zu bestimmen. Das aber könnte in den kommenden Jahren ein großes Thema werden: Ajatollah Ali Khamenei ist 76. Als er sich im September 2014 einer Prostata-Operation unterziehen musste, veröffentlichten die iranischen Medien, ans...

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