01.03.2016 / Thema / Seite 12

Eine Alternative

Im US-Vorwahlkampf fällt die Richtungsentscheidung nicht zwischen den Demokraten und Republikanern, sondern zwischen Sanders’ klassisch ­sozialdemokratischem Programm und verschiedenen Varianten eines imperialen Neoliberalismus

Ingar Solty

Heute ist der Super Tuesday in den USA. In elf Bundesstaaten finden Vorwahlen statt. Gut möglich, dass da schon heute die Vorentscheidung fällt, wer die Präsidentschaftskandidaten der beiden Großparteien sein werden. Faktisch war bei den vorherigen Wahlen im 21. Jahrhundert zu diesem Zeitpunkt schon längst entschieden, wer bei der Abstimmung am ersten Dienstag im November gegeneinander antreten würde.

Wäre es nach dem Parteiestablishment und den Mainstreammedien gegangen, hätten bei den Republikanern heute Jeb Bush, Chris Christie und Scott Walker die Sache unter sich ausmachen sollen. Aber Christie und Walker sind schon lange ausgeschieden; Bush gab über ein Super-PAC, also einer Lobbygruppe, die ihn finanziell unterstützt (Political Action Committee), allein bei den Vorwahlen in South Carolina mindestens 94 Millionen US-Dollar aus, fuhr seine Mutter und seinen Bruder auf, lag aber trotzdem (oder deshalb?) abgeschlagen zurück und gab schließlich ebenf...

Artikel-Länge: 24270 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe