01.03.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wende in Down Under

Australien bietet sich als Atommüllkippe an. Regierungskommission errechnete, dass dies ein sehr gutes Geschäft sei

Reimar Paul

In Australien hat man die Atomindustrie als Geschäftszweig entdeckt. Für das Land, das bislang ohne eigene Kernkraftwerke ausgekommen ist, bedeutet das eine politische, wirtschaftliche und ökologische Kehrtwende.

»Australien schickt Atommüll um die Welt« hatte das Greenpeace Magazin im Januar 2005 einen Bericht über den geplanten Export radioaktiver Abfälle aus dem »fünften Kontinent« in die USA betitelt. Die australische Nuklearwissenschafts- und Technologieorganisation (ANSTO) hatte kurz zuvor ein Abkommen mit dem US-Energieministerium geschlossen, das die Verschiffung radioaktiver Rückstände aus dem Forschungs- und Versuchsreaktor Lucas Heights bei Sydney nach Nordamerika vorsah. »Für die nächsten zehn Jahre sollen die Vereinigten Staaten die nukleare Deponie Australiens werden«, kritisierte Danny Kennedy, Kampagnendirektor bei Greenpeace für den australischen Pazifik, damals den Vertrag. »Das ist die schlechteste aller Möglichkeiten, denn sie führt zu ...

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