01.03.2016 / Ausland / Seite 2

Tränengas gegen Flüchtlinge

Auseinandersetzung an mazedonischem Grenzübergang eskaliert

Roland Zschächner

Die mazedonische Polizei ist am Montag nahe der Grenzstadt Gevgelija mit Tränengas und Schockgranaten gegen Flüchtlinge vorgegangen. Zuvor hatten mehrere hundert Menschen einen mit NATO-Draht gesicherten Zaun eingerissen und versucht, von Griechenland aus in die ehemalige jugoslawische Republik zu gelangen. Am frühen Morgen war der Übergang vollständig geschlossen worden, bis zu 7.000 Menschen sollen laut regionaler Medien auf griechischer Seite nahe der Stadt Idomeni ausharren.

Wie auf Videoaufnahmen des britischen Fernsehsenders BBC zu sehen ist, durchbrachen die Asylsuchenden die Absperrung, es kam zu Rangeleien mit den Einsatzkräften. Am Nachmittag hatte sich laut der mazedonischen Nachrichtenagentur Meta die Situation an dem Übergang wieder beruhigt. Ein Polizist sei verletzt worden, 30 Flüchtlinge wurden medizinisch behandelt.

Skopje lässt seit Anfang Februar nur noch unregelmäßig Schutzsuchende in das Land, oft wird die ...

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