29.02.2016 / Ansichten / Seite 8

Abstiegsängste

Mittelstand gegen Schengen

Jörg Kronauer

Der Bundeswirtschaftsminister schwimmt sich frei. Dauerhafte Grenzkontrollen kämen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen? Diese Mahnung hat Sigmar Gabriel in den letzten Wochen zur Genüge gehört. Die bedeutendsten Wirtschaftsverbände warnen mantraartig, neue Wartezeiten an den EU-Binnengrenzen trieben Transport- und Produktionskosten in die Höhe, verteuerten die Exporte und brächten deutschen Unternehmen damit Milliardenverluste. In der vergangenen Woche hat die Bertelsmann-Stiftung nachgelegt: Bis zum Jahr 2025 werde Deutschland Wachstumsverluste in Höhe von 77 Milliarden Euro hinnehmen müssen – »mindestens«; wenn es schlecht laufe, seien sogar Einbußen von 235 Milliarden Euro bis 2025 denkbar. Nun gehört Trommeln zum Geschäft, und beim Thema Schengen hauen alle mit dem dicken Schlägel auf die Pauke; aber trotz allem – auch Gabriel weiß: Offene Grenzen sind ein wichtiger Standortfaktor, dessen Verlust die Wirtschaft nicht ohne weiteres wegsteckt.

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