29.02.2016 / Ausland / Seite 7

Streikauftakt in Argentinien

Gewerkschaft der Staatsangestellten mobilisiert Zehntausende gegen Entlassungswelle der neuen Regierung

Christin Bernhold, Buenos Aires

Vielleicht hätte sich auch der Papst eingereiht? Unter großer Beteiligung fand in Argentinien am vergangenen Mittwoch ein landesweiter Streik gegen die Regierung des neoliberalen Präsidenten Mauricio Macri statt. Papst Franziskus erschien jedoch erst am Samstag in seinem Heimatland und traf sich mit dem Staatsoberhaupt, um über Armut und Menschenrechte zu sprechen. Das Verhältnis der beiden gilt jedoch als gespannt. Ein wesentlicher Grund soll der Fall der seit Mitte Januar inhaftierten Sozialaktivistin Milagro Sala sein, die Franziskus 2014 im Vatikan empfangen hatte. Der Papst hatte Sala, die in Argentinien wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte sehr beliebt ist, vor wenigen Tagen einen Rosenkranz ins Gefängnis geschickt.

Die Angestelltengewerkschaft ATE hatte für vergangene Woche zur Arbeitsniederlegung und zu Demonstrationen aufgerufen. Zehntausende marschierten in mehreren Provinzen. Allein in Buenos Aires zogen über 50.000 Menschen zum Regierun...

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