29.02.2016 / Inland / Seite 5

Freier Eintritt dank Streik

Kampf gegen Outsourcing und Lohndrückerei: Beschäftigte des Botanischen Gartens in Berlin legten in der Tarifauseinandersetzung die Arbeit nieder

Wladek Flakin

Freitag morgen in Berlin-Lichterfelde: Die Temperatur liegt knapp über null Grad, und der Andrang beim Botanischen Garten ist nicht groß. Aber zur Zeit blühen die Kamelien, und einige Besucher trotzen der Kälte. Beide Eingangstore des Gartens sind offen, doch die Kassen sind nicht besetzt. Auch wer bezahlen möchte, muss umsonst reingehen. Wie kommt diese Ersparnis von sechs Euro pro Person zustande?

Vor dem Tor stehen Mitarbeiter und erklären die Situation mittels eines großen, schwarz-roten Schildes: Warnstreik! Insgesamt knapp 20 Menschen arbeiten heute nicht. Seit 5.30 Uhr haben sie sich vor dem Garten versammelt und tragen gelbe Plakate mit einem Kaktus darauf – dem Logo ihres Arbeitskampfes. Es ist der erste Ausstand seit vielen Jahren hier.

Angst vor Repressalien wegen der Beteiligung am Streik habe keiner gehabt, resümiert ver.di-Mitglied Lukas Schmolzi später im Gespräch mit jW, im Gegenteil. Einige weitere Beschäftigte hätten sich spontan angeschlo...

Artikel-Länge: 3001 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe