27.02.2016 / Thema / Seite 12

In der Sackgasse

Marokko verhindert seit 40 Jahren die Anerkennung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara. Weder Waffengewalt noch Verhandlungen noch das Engagement der UNO konnten die völkerrechtlich legitime Forderung der Sahrauis erfüllen

Werner Ruf

Vor exakt 40 Jahren, am 27. Februar 1976, proklamierte die Befreiungsbewegung der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara, die Polisario-Front (Frente Popular para la Liberación de la Saguía el Hamra y del Río de Oro), ihren Staat: die Demokratische Arabische Republik Sahara. Er wird von über 60, meist afrikanischen und lateinamerikanischen, Staaten anerkannt. Kein Staat der Welt akzeptiert völkerrechtlich dagegen die seit 40 Jahren andauernde Besetzung und Annexion des Gebiets durch Marokko.

Konflikt

Das Territorium der Westsahara wurde auf der Berliner Kongokonferenz in den Jahren 1884/1885 Spanien zugeschlagen. Die UN-Vollversammlung forderte erstmals 1965 einstimmig die Kolonialmacht Spanien auf, das Gebiet in die Unabhängigkeit zu entlassen. 1973 begann die Polisario-Front den bewaffneten Kampf gegen Madrids Herrschaft.1 Die überfällige Dekolonisation sollte entsprechend den von der UN-Generalversammlung in ihrer Resolution 1514 vom Dezember 1960 fes...

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