27.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Weidmanns Meinungen

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Die Deutsche Bundesbank hat am vergangenen Dienstag nach Feststellung ihres Jahresabschlusses 2015 den Gewinn von 3,2 Milliarden Euro an das Finanzministerium überwiesen. Das war etwas mehr als im Jahr zuvor, als es drei Milliarden gab, obwohl die Zinseinnahmen wegen des insgesamt niedrigeren Zinsniveaus geringer waren als 2014. Die Rückstellungen für Risiken seien dieses Mal niedriger gewesen, erläuterten die Bundesbanker am Mittwoch vor der Presse. Zwischen 2010 und 2012 hätten sie sich verpflichtet gefühlt, für die Anleihen, die sie im Rahmen des von der EZB beschlossenen Kaufprogramms erworben hätten, die Risikovorsorge auf insgesamt 14,4 Milliarden Euro zu erhöhen. 2015 habe man die Rückstellungen um 800 Millionen Euro verringert. Warum welche Risiken wie bewertet werden, sagten die Herren nicht. Wir haben es vielmehr mit dem Souveränitätsspiel zu tun, das nur diejenigen spielen können, die den Gewinn nach Belieben auf die gewünschte Größe zuschneide...

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