27.02.2016 / Ausland / Seite 6

Moldau unter Druck

EU und USA scheinen die »proeuropäische« Regierung der Oligarchen leid zu sein. Ein Ausweg wäre der Anschluss des Landes an Rumänien

Reinhard Lauterbach

Vor dem eigenen Volk hat die moldauische Regierung erst einmal wieder Ruhe. Die mit einer Parlamentsstürmung verbundenen Proteste und Neuwahlforderungen vor etwa einem Monat hat das in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vereidigte Kabinett von Pavel Filip ausgesessen. Aber mehr als ihr eigenes Überleben hat die Regierung damit nicht erreicht. In dieser Woche war eine Delegation des Internationalen Währungsfonds in Moldau, um über die Freigabe dringend benötigter Finanzspritzen zu entscheiden. Wird das Geld weiter zurückgehalten, ist der Staatsbankrott des südosteuropäischen Kleinstaats eine mögliche Perspektive.

Kern des Moldau regierenden Netzwerks ist der Oligarch Vladimir Plahotniuc. Er hält sich die derzeit regierende »Demokratische Partei«, ihm gehören etwa 80 Prozent der moldauischen Medien. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte vor kurzem so unappetitliche Details seiner Biographie, wie sie dieses Blatt über Leute, die noch als potentielle Pa...

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