26.02.2016 / Inland / Seite 4

Zeuge weilt am Hindukusch

Münchner Aktionskünstler wegen Störung von Beförderungsappell der Bundeswehr vor Gericht

Reinhard Jellen

Günter Wangerins Auftritt als Bundespräsident Joachim Gauck am Rande eines Beförderungsappells für Offiziersanwärter der Bundeswehr am 26. Juni 2015 hatte diese Woche ein Nachspiel vor dem Amtsgericht München. Der 70jährige Aktionskünstler hatte einem Strafbefehl wegen Hausfriedensbruchs widersprochen – der Prozess musste aber am Dienstag ausgesetzt werden, weil der Staatsanwalt einen Bundeswehr-Zeugen hören wollte, der zur Zeit in Afghanistan weilt.

Am 26. Juni 2015 waren vor dem Schloss Nymphenburg in München 443 Studenten der Bundeswehr-Universität zum Leutnant befördert worden. »An einem der schönsten Orte in München«, hatte die Präsidentin der Hochschule betont, das sei »der Rahmen, der den Leistungen der Bundeswehr für diese Gesellschaft angemessen ist«. Unter die Zuschauer hatte sich auch Günter Wangerin gemischt, der in satirischer Form gegen die Verherrlichung des Militärs und dessen Einmischung in Konflikte fernab der deutschen Grenzen protestier...

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