25.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Der dritte Versuch

Nach zwei vergeblichen Anläufen will die Deutsche Börse schon wieder den Londoner Aktienhandel übernehmen

Lucas Zeise

Wenn die Börsen in London und Frankfurt am Main fusionieren, sieht das wie ein wichtiges Ereignis für die deutschen und britischen Kapitalisten aus. Dabei ist noch nichts entschieden. Am Dienstag teilten die Vorstände der beiden Gesellschaften lediglich mit, dass sie Gespräche über einen Zusammenschluss führen, der »auf Augenhöhe« stattfinden solle. Das heißt, die Aktionäre der beiden Börsenbetreiber sollen ähnlich hohe Anteile an der künftigen gemeinsamen Gesellschaft erhalten. Über diese geldwerte und daher wichtigste Frage scheinen sich die beiden Vorstände schon einig geworden zu sein. Genau sollen die Aktionäre der Londoner Börse 45,6, die der Deutschen Börse 54,4 Prozent an der künftigen Gesellschaft erhalten.

Wie das? Die Londoner, die schließlich den größten Aktienmarkt Europas betreiben, sind der kleinere Partner. Schon das zeigt, dass Börsenbetreiber zwar nicht unwichtige Kapitalgesellschaften sind, die Bedeutung der von ihnen verwalteten Börsen ...

Artikel-Länge: 4334 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe