25.02.2016 / Inland / Seite 8

»Kirchen haben ein Interesse an Armen und Schwachen«

Entwicklungshilfeminister möchte religiöse Gruppen einbeziehen. Dies könne angeblich Extremisten schwächen. Gespräch mit Rainer Ponitka

Gitta Düperthal

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, CSU, hat kürzlich in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eine Rede gehalten, um den Dialog mit und zwischen den Religionen zu fördern und »neue entwicklungspolitische Dimensionen des menschlichen Miteinanders« zu eröffnen. Sie favorisieren andere Ziele?

Entwicklungspolitik muss komplett frei von jeglichem religiösen Einfluss sein.

Einsatz für die Armen und Schwachen verbinde Entwicklungspolitik und Religion, sagte der Unionspolitiker. Was halten Sie davon?

Ein gut gehegtes Vorurteil. Tatsächlich ist in den weltweit ärmsten und schwächsten Ländern zugleich der Glaube weiter verbreitet als in Staaten mit besseren Lebensverhältnissen. Bekanntermaßen verliert der Glaube mit einer guten Schulbildung zunehmend an Bedeutung. Leider ist es so: Die Kirchen haben ein ureigenes Interesse an Armen und Schwachen, weil diese überwiegend ihre Anhängerschaft bilden.

Religionsgemeinschaften an vielen Orten der Welt ...

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