25.02.2016 / Ausland / Seite 6

Gerede vom Reden

Friedensgespräche zwischen Kabul und den Taliban: Angekündigt, aber ungewiss

Knut Mellenthin

Mit Erstaunen haben die Taliban am Dienstag auf Meldungen reagiert, dass Anfang März Friedensgespräche zwischen ihnen und der afghanischen Regierung beginnen sollen. Von solchen Plänen sei ihm nichts bekannt, sagte Mohammad Naim, der Sprecher der Taliban-Vertretung in Doha. Das Büro in der Hauptstadt des umtriebigen arabischen Fürstentums Katar wurde im Juli 2013 auf Wunsch der US-Regierung eingerichtet, um eine Anlaufstelle für Kontakte zu haben. Es ist die einzige offizielle Auslandsvertretung der afghanischen Aufständischen. Naim äußerte sich gegenüber dem US-amerikanischen Propagandasender RFE/RL.

Kurz zuvor war eine Presseerklärung der auf deutsch häufig »Friedens­allianz für Afghanistan« genannten »Quadrilateral Coordination Group« (QCG) verbreitet worden, in der das angebliche nahe Bevorstehen direkter Gespräche angekündigt und wärmstens begrüßt wurde. Unter dem Namen QCG sind Regierungsvertreter Afghanistans, Pakistans, der USA und Chinas seit ...

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