25.02.2016 / Inland / Seite 4

Schweigende Staatsanwälte

»Initiative in Gedenken an Oury Jalloh« wirft Ermittlern vor, gezielt ins Leere zu fahnden

Susan Bonath

Verbrannt im Polizeirevier: Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau lässt ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren im Fall Oury Jalloh offenbar endgültig ins Leere laufen. Das wirft die »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh« der Behörde vor. »Sie kommuniziert vorsätzlich weder mit uns noch den Anwälten der Familie«, sagte eine Sprecherin am Mittwoch gegenüber jW. Dabei häuften sich Indizien, die einen Selbstmord des Sierra Leoners am 7. Januar 2005 ausschlössen. »Die werden völlig ignoriert«.

Das Verfahren, über das Oberstaatsanwalt Folker Bittmann im April 2014 informiert hatte, war auch auf Druck der Initiative eingeleitet worden. Letztere hatte Ende 2013 Strafanzeige wegen Mordverdachts beim Generalbundesanwalt gestellt. Der hatte sich nicht zuständig gefühlt und das Verfahren nach Dessau verwiesen. Voran geht es dort kaum. Dabei hätten, so die Initiative, wiederholte Labortests ergeben, dass das vermeintlich für einen Suizid benutzte Feuerzeug nicht...

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