25.02.2016 / Inland / Seite 2

»Alltagsrassismen sind verbreitet und akzeptiert«

Bei Umfrage äußerte sich mindestens ein Zehntel der studentischen Teilnehmer der Universität zu Köln fremdenfeindlich. Gespräch mit Lisa Jureczko

Ralf Wurzbacher

Sie haben eine Meinungs- und Erfahrungsumfrage zum Thema Rassismus an der Universität zu Köln vor dem Hintergrund der sogenannten Flüchtlingskrise durchgeführt. Noch vor Abschluss der Auswertung haben Sie sich in einer Stellungnahme besorgt ob der »ersten Anzeichen von rassistischen Tendenzen« geäußert. Worin zeigten die sich?

An den Schluss unseres Fragebogens hatten wir ein Feedbackfeld gestellt. Dort konnten alle das eintragen, was sie uns außerhalb der gestellten Fragen mitteilen wollten. In diesem Fenster fanden sich Äußerungen wie: »Ich sage: Raus mit den Moslems. Das ist kein Rassismus, sondern Selbstschutz« oder auch »Internationalistisches Gutmenschentum verkehrt den Blick auf die Realität und führt schlussendlich in den Untergang der europäischen und deutschen Werte«.

Wie oft bekamen Sie so etwas zu lesen?

Unter allen Teilnehmern betraf das rund zehn Prozent der Fälle. Andererseits beanspruchten diese Statements ein Fünftel der Feedbacks. Die große...

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