25.02.2016 / Titel / Seite 1

Zivilisten unter Feuer

Türkische Armee beschießt von Hubschaubern aus kurdische Städte. Festnahmen bei Trauerzeremonie für Selbstmordattentäter

Nick Brauns

Der türkische Staat geht immer brutaler gegen die kurdische Bevölkerung im Südosten des Landes vor. Wie die Nachrichtenagentur Firat am Mittwoch berichtete, haben zwei »Cobra«-Kampfhubschrauber die Kleinstadt Idil in der an Syrien und den Irak grenzenden Provinz Sirnak beschossen. Kurdische Zivilverteidigungseinheiten (YPS) haben hier Barrikaden errichtet, um das Eindringen der Einsatzkräfte zu verhindern. Panzer der Armee feuerten auf Wohnhäuser, zahlreiche gingen in Flammen auf. Anfang vergangener Woche war über die Stadt eine Ausgangssperre verhängt worden. Fast alle der rund 30.000 Einwohner von Idil waren geflohen, nur rund 2.000 Zivilisten blieben.

Auch in Sur, dem Altstadtbezirk der kurdischen Metropole Diyarbakir, hält die Belagerung durch die türkischen Einsatzkräfte an. Rund 200 Menschen harren seit Wochen in den Ruinen ihrer zerstörten Häuser aus. Laut Regierung handelt es sich bei ihnen um »Terroristen«, um Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans...

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