24.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Achterbahnfahrt

Internationale Energieagentur geht für kommende Monate von niedrigem Ölpreis aus. Langfristig Anstieg erwartet – wegen fehlender Investitionen

Wolfgang Pomrehn

Der Ölpreis wird nach Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris vorerst niedrig bleiben. Dafür sorgt ein anhaltendes Überangebot auf dem Weltmarkt, ausgelöst durch den Schiefergas- und -ölboom in den USA und die lockere Förderpolitik Saudi-Arabiens. Letzteres ist offensichtlich darauf aus, seinen Marktanteil auf dem Weltmarkt auszudehnen und kann dafür auf seine besonders großen und leicht zugänglichen Lagerstätten zurückgreifen. Deshalb ist nach Ansicht der IEA erst im kommenden Jahr mit einer Beruhigung des Marktes zu rechnen. So lange werde es dauern, bis sich Angebot und Nachfrage auf einem neuen Niveau eingependelt haben. Das ist eine der Kernaussagen ihrer diesjährigen Marktprognose. Am Montag stellte die Agentur in der US-Hauptstadt des Öls, Houston, ihren »Medium-Term Market Report« vor, der eine Abschätzung der möglichen Entwicklung bis 2022 liefert. Sie beobachtet von der französischen Hauptstadt aus im Auftrag der Organisation f...

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