24.02.2016 / Inland / Seite 4

Unternehmen deutsche Mafia

NSU-Prozess: Zeugenaussage wirft Fragen zu organisierter Kriminalität auf

Claudia Wangerin

Lange standen vor allem die für Rechtsextremismus zuständigen Abteilungen der Verfassungsschutzämter in der Kritik, wenn es um die Rolle der Sicherheitsbehörden seit der Frühgeschichte des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) ging. Inzwischen sind die Berührungspunkte zwischen Neonazis und dem Milieu der organisierten Kriminalität sowohl im NSU-Prozess als auch im Thüringer Untersuchungsausschuss thematisiert worden. Es stellt sich die Frage, ob noch andere Abteilungen V-Leute im Umfeld des Terrornetzwerks NSU geführt haben könnten und Informationen zurückhalten.

Vergangene Woche war ein ehemaliges Bandenmitglied aus Jena vor dem Oberlandesgericht München befragt worden. Der Zeuge hatte eingeräumt, seine Gruppe habe in den 1990er Jahren Neonazis bewaffnen wollen, um gegen ausländische Konkurrenten mit ähnlichen Geschäftsmodellen vorgehen zu können. Die Beschaffung von Waffen sei damals in Thüringen kein Problem gewesen. Laut Nachrichtenagentur d...

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