24.02.2016 / Inland / Seite 2

»Im Kiez gibt es nur eine Gefahr: Die Polizei«

Seit Monaten sind die Anwohner der Rigaer Straße in Berlin Kontrollwut und Willkür der Beamten ­ausgeliefert. Ein Gespräch mit Horst-Dieter Meyer

Johannes Supe

Immer wieder die Rigaer Straße in Berlin: In der Nacht zum Sonntag haben Polizisten die linke Kneipe »Abstand« gestürmt. Dort soll zuvor ein Neonazi verprügelt worden sein. Sagen Sie mal, was geht in Ihrer Straße eigentlich vor sich?

Seit einem halben Jahr wird unsere Straße von der Polizei praktisch belagert. Im vergangenen Juni fand die »Lange Nacht der Rigaer Straße« statt. Da wurden 25 Jahre linke Subkultur im Kiez gefeiert. Da gab es etliche Veranstaltungen, von einem Umsonstflohmarkt bis hin zu Seminaren. Doch das Ganze wurde von der Polizei mit systematischen Aufmärschen zerstört. Mit deren Methoden haben sie es auf Gewalt angelegt. Dann kam es auch zu ein oder zwei Zusammenstößen.

Ab September hat dann die dauerhafte Polizeipräsenz begonnen. Dass bei uns mal die ein oder andere Streife durchfuhr, das kannten wir als Anwohner ja. Aber mittlerweile kommen sie in einem kürzeren Takt als die Straßenbahnen hier, alle drei Minuten. Jetzt haben wir ständig...

Artikel-Länge: 4307 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe