23.02.2016 / Inland / Seite 8

»Hartz-IV-Bezieher sollen zu Fuß gehen«

Erwerbsloseninitiative kämpft für bezahlbares Sozialticket für den Nahverkehr in Darmstadt. Ein Gespräch mit Helmut Angelbeck

Gitta Düperthal

In Darmstadt regiert eine Koalition aus Grünen und CDU, ein Sozialticket für den Nahverkehr für Erwerbslose gibt es dort nicht. Die Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt, Galida, fordert nun, es endlich einzuführen. Können Erwerbslose bislang überhaupt am sozialen Leben teilnehmen?

Sie können sich nur eingeschränkt in der Stadt bewegen. Zwar gibt es hier sei Juli 2013 eine Teilhabecard für Hartz-IV-Bezieher. Kostenfreien Eintritt in Schwimmbäder, Museen, bis hin zum Staatstheater gibt es, sowie Ermäßigungen für vielfältige kulturelle und sportliche Aktivitäten. Die Karte garantiert zu vielen Angeboten Zugang, der nicht an zufällig vorhandene »Restkarten« gebunden ist. Alles ganz toll, aber die Hartz-IV-Bezieher müssen dort erst mal hinkommen. Ihre Mobilität ist nicht geregelt. Im Regelsatz von monatlich 404 Euro sind bei Alleinstehenden nur 25,45 Euro Verkehrspauschale vorgesehen, davon 20,56, um Busse und Bahnen zu nutzen; der Rest fürs Schuh...

Artikel-Länge: 4039 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe