22.02.2016 / Leserbriefe / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

Kriegsgefahr gegenwärtig

Zu jW vom 15. Februar: »Mehr Kriege wagen«

Insbesondere was die Politik der Türkei angeht, ist es wichtig, die Voraussetzung zu sehen: die gestiegene militärstrategische Bedeutung des Landes für die NATO nach der Besetzung der Krimhalbinsel durch Russland. Um den Konflikt zu entschärfen, aus dem sehr leicht ein Krieg werden könnte, den die EU-Länder besser nicht führen sollten, müsste erstens vor allem die EU auf die Türkei eher mäßigend wirken, anstatt ihr aus rassistischer Weltanschauungspolitik heraus weitere Freiräume zu eröffnen. Zweitens müsste irgendeine Form der Anerkennung der dauerhaften Stationierung russischen Militärs auf der Krimhalbinsel erzielt werden. Solange in der EU die Meinung vorherrscht, Russland von dort vertreiben zu können, ist die Kriegsgefahr gegenwärtig und hat Auswirkungen auf die gesamte Region. Der Fehler, den die EU in der Ukraine gemacht hat, kann jetzt auf andere Weise nicht wieder wettgemacht werd...

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