22.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Spitäler im Visier

Angriffe auf »Fleisch und Blut«: In der Medizin sind Datenschutz und digitale Sicherheit lebenswichtig. Nicht überall scheint man sich dessen bewusst zu sein

Joachim Jakobs

Am Mittwoch vergangener Woche konnte das Lukaskrankenhaus in Neuss (518 Betten) nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks (WDR) nur 80 Prozent der geplanten Operationen durchführen. Zuvor soll – so Heise online – der Anhang einer E-Mail unbewusst angeklickt worden sein. Dieser sei mit einer Erpressersoftware infiziert gewesen, die laut WDR »alle Daten verschlüsselt« habe. Überraschend kam das nicht: »Es ist irre einfach, in die Ausrüstung von Krankenhäusern einzudringen«, titelte das Internetmagazin Wired im April 2014. Das Lukaskrankenhaus hofft, mit Hilfe seiner Sicherungskopien »bald« wieder auf seine Patientendaten zugreifen zu können. Unbekannt ist, ob und in welcher Höhe Lösegeld von dem Krankenhausbetreiber gefordert wurde. Als Anhaltspunkt könnte das Hollywood Presbyterian Medical Center (434 Betten) in Los Angeles dienen, das zeitgleich einem ähnlichen Angriff zum Opfer fiel. Am Donnerstag berichtete Heise online, das Krankenhaus habe sich mit Lös...

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