22.02.2016 / Ausland / Seite 7

Auf dem Weg zur Intervention

EU will Militäroperation auf libysche Hoheitsgewässer ausdehnen. Zahl der Toten nach US-Luftangriff auf 50 gestiegen

Knut Mellenthin

In der westlibyschen Stadt Sabrata finden die örtlichen Kräfte immer noch Leichen unter den Trümmern. Die US-Luftwaffe hatte am Freitag einen Gebäudekomplex angegriffen, der einer tunesischen Islamistengruppe als Rekrutierungs- und Ausbildungszentrum gedient haben soll. Bis zum Sonntag war die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. Unter den Opfern sind auch zwei Mitarbeiter der serbischen Botschaft – eine technische Angestellte und ein Fahrer. Sie waren am 8. November in Gefangenschaft geraten, als Bewaffnete einen Konvoi der Botschaft angegriffen hatten. Berichten zufolge befand sich Serbien mitten in Verhandlungen über die Zahlung eines Lösegelds für ihre Freilassung. Das serbische Außenministerium kündigte eine Protestnote an die Regierung in Washington an, da es über die US-amerikanischen Pläne nicht informiert worden sei.

Sabrata liegt westlich der Hauptstadt Tripolis und rund 500 Kilometer von Sirte entfernt, wo der libysche Ableger der Dschihadistenmiliz...

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