22.02.2016 / Inland / Seite 5

»Stuttgart 21« lässt grüßen

Fehmarntunnel: Trotz enormer ökonomischer und ökologischer Risiken hält Dänemark an Megaprojekt fest. Kein Widerspruch der BRD-Regierung

Jana Frielinghaus

Beim dänisch-deutschen Tunnelbauplan erinnert vieles an die Stuttgarter Bahnhofsbaustelle »S 21«: Seit Jahren werden nicht nur ökologische Bedenken gegen das Großprojekt »Feste Fehmarnbeltquerung« vorgebracht. Vielmehr haben Fachleute aus beiden Ländern inzwischen zahlreiche Belege dafür gebracht, dass es verkehrspolitisch unsinnig ist. Darüber hinaus wird der Betrieb des Absenktunnels voraussichtlich auch in einem halben Jahrhundert noch keinen Überschuss bringen. Im Gegenteil: Der Bürger wird dafür mit seinen Steuern zahlen und zahlen und zahlen. Positive Bilanzen werden lediglich die beteiligten Baukonzerne vorweisen können.

Wie die Deutsche Bahn und Hauptaktionär Staat im Fall »Stuttgart 21«, so halten die staatliche Projektgesellschaft Femern A/S auf dänischer Seite und die deutsche Regierung dennoch auf Biegen und Brechen an dem Vorhaben fest, trotz kontinuierlich steigender Kostenprognosen, trotz des erwarteten geringen Verkehrsaufkommens (jW berich...

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