22.02.2016 / Inland / Seite 4

Zerfallende Ordnung

Die Welt ist gefährlicher als vor 30 Jahren, die Friedensbewegung jedoch schwächer. Das kann und soll sich ändern

Bernhard Trautvetter

Vor mehr als einem Vierteljahrhundert, 1983, schrieb Karl D. Bredthauer in den Blättern für deutsche und internationale Politik: »In einer Welt, in der Tag und Nacht Militärs den Finger am Abzug haben und in der Politiker sich entscheidende Stunden und Tage lang unfähig zur Krisenverhütung zeigen, dürfen keinerlei Erstschlagswaffen stationiert werden – um des Überlebens der Menschheit willen!« Er fragte damals angesichts der Problematik: »Kann die Friedensbewegung diese Herausforderungen noch lösen?«

Seit damals ist aus der »bipolaren Welt« eine, nach Wolfgang Ischinger, zerfallende internationale Ordnung oder eine, dem Weltsozialforum zufolge, aus den Fugen geratene Welt geworden. Entwicklungssprünge in der Technik haben Arbeitsmärkte und Gesellschaften in eine strukturelle Krise gestürzt: EDV, »mannarme Produktion« und weltweite Vernetzung sind tiefere Ursachen für die Weltwirtschaftskrise seit 2008. Situationen von Unterdrückung, Armut, Krankheit, Masse...

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