20.02.2016 / Geschichte / Seite 15

Neue Größe

Vor 25 Jahren tobte der Erste Irak-Krieg. Die USA festigten ihre Position als Hegemonialmacht, die Sowjetunion war nur noch ein Schatten ihrer selbst

Knut Mellenthin

Beteiligte US-amerikanische Offiziere bezeichneten es später als »Truthahnschießen«. Mit absoluter Luftüberlegenheit gegenüber einem bewegungsunfähigen und wehrlosen Gegner tötete eine von den Vereinigten Staaten organisierte und geführte Kriegskoalition vor 25 Jahren fast risikolos zwischen 20.000 und 35.000 irakische Soldaten. Die Koalition gab die Zahl ihrer eigenen Toten mit 358 an, von denen 190 durch »feindliches Feuer« gestorben seien. 146 Gefallene waren US-Amerikaner.

Der erste Krieg der USA gegen den Irak begann am 17. Januar 1991. Am 28. Februar beendete ihn der damalige Präsident George H. W. Bush durch einen einseitig erklärten Waffenstillstand, ohne weit in den Irak einzumarschieren und Saddam Hussein zu stürzen. Das holte erst zwölf Jahre später sein Sohn George W. Bush nach. Er benötigte dafür höchstens ein Fünftel der Soldaten, die sein Vater ins Feld geführt hatte. Aber als die US-Truppen 2014 fast vollständig den Irak verließen, hatten s...

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