20.02.2016 / Inland / Seite 5

Alnatura: Öko, aber nicht fair

Nach verhinderter Betriebsratswahl bei Filiale der Biosupermarktkette: Bremer Arbeitsgericht setzt Gremium ein, das Abstimmung organisieren soll

Jana Frielinghaus

Bislang hat nur eine einzige von 99 Alnatura-Filialen einen Betriebsrat. Bald dürfte es eine weitere Beschäftigtenvertretung in einem Markt der Biohandelskette geben. Das Bremer Arbeitsgericht setzte am Mittwoch einen Wahlvorstand ein, der die Bestimmung eines Betriebsrates für die Alnatura-Dependance in der Hansestadt organisieren soll.

Die Vorgeschichte: Im Oktober hatten Beschäftigte eine Betriebsratswahl organisiert. Die wurde jedoch von der Filialleitung torpediert, indem diese während der Wahlversammlung plötzlich drei eigene Kandidaten aufstellte, so dass das Erreichen der erforderlichen einfachen Mehrheit letztlich für keinen einzigen der Bewerber möglich war (siehe dazu jW vom 3.11.2015). Darin sahen die fünf Initiatoren um die Mitarbeiterin Kai Wargalla, die seit Januar auch Landeschefin von Bündnis 90/Die Grünen ist, Wahlbehinderung. Gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di leiteten sie daher das Beschlussverfahren vor Gericht ein. Die Bremer Kamme...

Artikel-Länge: 3839 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe