19.02.2016 / Inland / Seite 8

»Das ist realistisch-radikale linke Politik«

Landessprecherin der niedersächsischen Linkspartei wehrt sich gegen Vorwurf, Bleiberecht kippen zu wollen. Gespräch mit Anja Stoeck

Markus Bernhardt

Im Nachgang zum niedersächsischen Linke-Landesparteitag, der am vergangenen Wochenende in Osnabrück stattfand, kommt es zu innerparteilichen Streitigkeiten bezüglich der Flüchtlingspolitik. So kritisierte etwa Peter Strathmann, Delegierter und Sprecher des Ortsverbandes Göttingen, im jW-Interview der Donnerstagausgabe, dass die Partei Die Linke Niedersachsen ihre Forderung nach einem allgemeinen Bleiberecht gekippt habe. Können Sie diesen Vorwurf nachvollziehen?

Ich sehe keine innerparteilichen Streitigkeiten, sondern eine durch gute Debatten erzielte Klärung zum Bleiberecht. Den Vorwurf kann ich ansonsten natürlich nicht verstehen. Die Forderung nach einem generellen Bleiberecht gab es meiner Meinung nach so nie, sondern immer in bezug auf Flüchtende. Die Delegierten haben weise und mit großer Mehrheit – und anders als in Herrn Strathmanns Wahrnehmung – für eine eindeutige Formulierung im Kommunalwahlprogramm unserer Partei votiert: »Mit einem klaren Nei...

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