19.02.2016 / Ausland / Seite 6

Krieg der Akten

Polnische »Stasiunterlagenbehörde« findet Dokumente zu IM-Tätigkeit von Lech Walesa

Reinhard Lauterbach, Nekielka

Das polnische »Institut für Nationales Gedenken« (IPN) hat mitgeteilt, dass das Original der Akte gefunden worden sei, aus der eine Tätigkeit von Lech Walesa als Informant des Sicherheitsdienstes (SB) der Volksrepublik Polen hervorgehe. Wie IPN-Präsident Lukasz Kaminski am Donnerstag in Warschau erklärte, hält seine Behörde die Dokumente für authentisch. Zum genauen Inhalt der Personalakte mit eigenhändiger Verpflichtungserklärung Walesas und Honorarquittungen sowie der Sachakte, die 279 Blätter mit Berichten des IM »Bolek« enthalte, kündigte das IPN Veröffentlichungen zu gegebener Zeit an.

Die Akten über Walesa stammen demnach aus dem Nachlass des letzten Innenministers der VR Polen, Czeslaw Kiszczak. Der hatte sie offenbar nach seinem Ausscheiden aus der Politik an sich genommen und zu Hause aufbewahrt. Nachdem Kiszczak im November 2015 verstorben war, soll sich seine Witwe mit dem Angebot an das IPN gewandt haben, ihr diese und andere Dokumente für 90.0...

Artikel-Länge: 4600 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe