18.02.2016 / Thema / Seite 12

Strategie der eisernen Faust

Zensur, Verhaftungen, Morddrohungen: Um die Pressefreiheit in der Türkei ist es schlecht bestellt

Alp Kayserilioglu und Peter Schaber

Das historische Zentrum der Kurdenmetropole Diyarbakir (kurdisch: Amed), der Stadtteil Sur, ist seit mehreren Monaten Schauplatz eines brutalen Belagerungskrieges. Sur, umgeben von alten Befestigungsmauern, ist durch zwei größere Straßen in vier Wohnviertel geteilt. Diejenigen östlich der Gazi Caddesi, der Hauptstraße des Bezirks, stehen unter Ausgangssperre. Sie sind umstellt von Soldaten und Sondereinsatzeinheiten der Polizei, die sich improvisierte Stellungen gebaut haben und schweres Gerät einsetzen.

Wir waren Anfang Januar angereist, um den brutalen Feldzug der türkischen Regierung gegen die kurdische Bevölkerungsmerheit in Städten wie Diyarbakir, Cizre, Silopi oder Nusaybin zu dokumentieren. Was vom Regime um Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seinen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu unter »Pressefreiheit« verstanden wird, erfuhren wir bereits am zweiten Tag unseres Aufenthalts in den kurdischen Gebieten.

»Komm her, komm!«

Am Nachmitt...

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