17.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kollegen ohne Chance

Bonner General-Anzeiger soll nicht mehr in verlagseigener Druckerei hergestellt werden. Über 80 Beschäftigte stehen vor dem Aus. Alternative verworfen

Klaus Fischer

Der Bonner General-Anzeiger ist eine Institution. 1889 erschien das Blatt erstmals. Jetzt steht es vor einer Zäsur: Die »Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH« ist dabei, einen namensgebenden Bestandteil ihres Geschäfts abzuspalten und aufzugeben – das Druckzentrum. Das erfuhr junge Welt zu Wochenbeginn aus Kreisen des Betriebsrates. Die Herstellung des Generalanzeigers (GA) und der anderen im Verlag produzierten Publikationen soll offenbar von einem Dienstleister übernommen werden. Geschäftsführer Thomas Regge hatte am 11. Februar die betroffene Belegschaft informiert, dass er beabsichtige, das Druckzentrum zu schließen. Die Firmenleitung verspreche sich davon, »langfristig mehrere hunderttausend Euro im Jahr an Kosten im Bereich des bisherigen Druckzentrums einzusparen«. Mehr als 80 Beschäftigte, darunter etwa die Hälfte mit Leiharbeitsvertrag, stehen vor dem Verlust ihrer Arbeitsplätze.

Krise bei Printmedien

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