16.02.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Kampfrepertoire erweitert

IG Metall bereitet sich auf neue Lohnrunde vor, mit bescheidener Forderung, aber neuen Aktionsformen. Tariflose Betriebe sollen einbezogen werden

Herbert Wulff, Frankfurt am Main

Natürlich: Für die Unternehmer ist jegliche Lohnforderung von Gewerkschaften stets »überzogen« und »unrealistisch«. Das gilt auch für die im März beginnenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Noch bevor die IG Metall ihre Forderung formal beschlossen hat, geißeln Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger und andere Verbandsfunktionäre diese als zu hoch. Es sei »die falsche Zeit für Höhenflüge«, erklärte Dulger vergangene Woche in einem Interview mit dem Südkurier. Dabei ist die vom Vorstand beschlossene Forderungsempfehlung von zwischen 4,5 und fünf Prozent reichlich bescheiden.

Im vergangenen Jahr hatte die IG Metall noch 5,5 Prozent mehr Geld gefordert – und außerdem diverse Verbesserungen bei »qualitativen« Themen wie Alters- und Bildungsteilzeit. Dieses Mal soll es eine reine Lohnrunde werden. Dennoch wird die Forderung wohl unter der des vergangenen Jahres liegen. Warum, konnte oder mochte auch beim alljährlichen Pressegespräch des IG-Meta...

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