15.02.2016 / Ausland / Seite 7

Stoppt das Blutvergießen

Papst Franziskus und Patriarch Kyrill kritisieren in Havanna »Ungerechtigkeit im System der internationalen Beziehungen«

Volker Hermsdorf, Havanna

Michael Lapsley, Pater aus Südafrika, machte am Sonnabend (Ortszeit) auf einer Veranstaltung des kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft in Havanna auf etwas Bemerkenswertes aufmerksam: »Die Oberhäupter der christlichen Kirchen sind ausgerechnet zu den Kommunisten gekommen, um nach fast 1.000 Jahren endlich miteinander zu sprechen. Das zeigt die neue Rolle Kubas in der Welt.«

In einem Protokollsaal des Flughafens der Hauptstadt hatten Papst Franziskus und Patriarch Kyrill am Freitag (Ortszeit) in Anwesenheit des kubanischen Präsidenten Raúl Castro, der an den Vorbereitungen des Treffens maßgeblich beteiligt war, die Eiszeit zwischen der römisch-katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche beendet. Vor seinem Weiterflug nach Mexiko äußerte das Oberhaupt des Vatikans u. a.: »Ich möchte nicht gehen, ohne dem großartigen kubanischen Volk und seinem hier anwesenden Präsidenten meine Anerkennung auszusprechen. Wenn es so weitergeht, wird Kuba die Hauptst...

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