15.02.2016 / Inland / Seite 5

Viel Strom und viel strahlender Müll

Deutschlands größtes Atomkraftwerk Gundremmingen gilt als besonders gefährlich

Reimar Paul

Nahe Gundremmingen im schwäbischen Landkreis Günzburg steht an der Donau Deutschlands größtes Atomkraftwerk. Die beiden Reaktorblöcke B und C – Block A wurde bereits 1977 nach einem schweren Unfall vom Netz genommen – lieferten im vergangenen Jahr rund 20,3 Milliarden Kilowattstunden Strom. Mit rund zwei Tonnen produzierte die Anlage bis heute so viel radioaktiven Schrott, dass damit rechnerisch die gesamte Bevölkerung der Erde umgebracht werden könnte. Kein einziges Kilo davon ist bislang entsorgt.

Außerdem haben der in Augsburg ansässigen Bürgerinitiative »Forum« zufolge zwei Störfälle allein 2015 gezeigt, dass die Reaktoren abgenutzt sind und sich gefährliche Arbeitsfehler häufen. So habe die Werksleitung bis heute nicht darüber informiert, warum im März beim Versuch, die Druckluftversorgung des gerade heruntergefahrenen Blocks B zu drosseln, die für die Betriebssicherheit existentielle Druckluftbereitstellung für den laufenden Reaktor C ausgeschaltet w...

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