15.02.2016 / Inland / Seite 2

»Geflüchtete wollen zu Recht Antworten«

Asylsuchende protestieren in Bochum gegen Unterbringung in Turnhallen und anderen Massenunterkünften. Ein Gespräch mit Amid Rabieh

Markus Bernhardt

Seit Wochen kommt es in Bochum regelmäßig zu Protestaktionen von Asylsuchenden, die sich gegen ihre menschenunwürdige Unterbringung richten. Wie ist die Situation der Betroffenen?

Die Schutzsuchenden werden in Turnhallen, Containern und Zelteinrichtungen untergebracht und weitestgehend ohne Informationen über ihre Verfahren monatelang allein gelassen. Die viel zu wenigen Betreuer in den Massenunterkünften sind teilweise völlig überfordert und für eine solche Tätigkeit nicht ausgebildet. Es kommt zu Spannungen und verzweifelten Hilferuf-Aktionen wie etwa einem zweitägigen Hungerstreik von 17 Geflüchteten Anfang des Monats. Wenn Hunderte Menschen auf engstem Raum, ohne jegliche Privatsphäre, ohne Möglichkeiten für eine Strukturierung des Alltags über Monate in zum Teil maroden Turnhallen »abgestellt« werden, dann ist das unerträglich. Es war absehbar, dass es zu Protesten kommen würde. Die Geflüchteten können nicht nachvollziehen, warum ihnen so etwas angeta...

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