13.02.2016 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Ich habe als Schauspielerin Verantwortung«

Gespräch. Mit Carmen-Maja Antoni. Über die Unterschiede von Theater- und Filmarbeit, über ihre kommende Premiere im Berliner Ensemble und über die Aktualität des Brechtschen Erbes

Gisela Sonnenburg

Sie sind eine Wanderin zwischen den Welten, zwischen Theater und Fernsehen. Sind das für Sie völlig verschiedene Bereiche oder ergänzen sie sich?

Jedes hat seinen Reiz. Ich bin hauptsächlich Theaterschauspielerin: mit dem Live-Abend, der mir am liebsten ist. Ich drehe aber auch gerne, weil man da Kollegen begegnet, die man sonst nicht kennen würde. Der Wechsel zwischen Bühnen- und Filmarbeit ist manchmal sehr erfrischend. Es ist ein anderer Rhythmus, ein anderer Tagesablauf. Beim Theater arbeiten wir auf die Premiere hin, beim Film wartet man – und sieht das Produkt erst nach einem Jahr, zum Beispiel. Film ist immer eine Fahrt ins Ungewisse. Aber wenn ich auf der Bühne stehe, kann ich den Abend beeinflussen!

Warum ist das Theater im Sinn von Bertolt Brecht auch heute noch unersetzlich?

Das Berliner Ensemble, BE, bei dem ich bis vor zwei Jahren festes Mitglied war, um jetzt dort regelmäßig als Gast aufzutreten, ist das Brecht-Theater schlechthin. Bertolt Bre...

Artikel-Länge: 14953 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe