13.02.2016 / Feuilleton / Seite 11

Den Mond umarmen. »Hail, Caesar!« (außer Konkurrenz)

Peer Schmitt

Die imaginären Capitol Studios, für die schon der so brillant verzweifelte Drehbuchautor Barton Fink im gleichnamigen Film der Coen-Brüder arbeitete, kommt nun auch in »Hail, Caesar!« wieder zu Ehren. Die Perspektive ist diesmal aber das Leid der Produzenten oben auf dem Kapitol.

Es ist Ende 1952, die erste H-Bombe ist versuchsweise gerade hochgegangen, und Eddie Mannix (Josh Brolin) arbeitet für das Studio unter dem Titel »Head of Physical Production«. (Historisch hat es tatsächlich einen Eddie Mannix gegeben, der als »General producer« für MGM arbeitete; in Kenneth Angers »Hollywood Babylon II« wird er andeutungsweise mit den seltsamen Umständen des Selbstmordes des Superman-Darstellers George Reeves im Juni 1959 in Verbindung gebracht.)

Eddie Mannix ist ein Mann für alle Fälle. Einer der eingreift, wenn der Star mal wieder kurz davor ist, bei einer Porno-Fotosession in seltsamer Fetischkluft mitzumachen, wie hier Scarlett Johansson. Oder wenn der Star, w...

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