13.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Geier frohlocken

Argentinien richtet Politik wieder an Forderungen des globalen Kapitals aus. Soziale Verbesserungen kein Thema. Widerstand formiert sich

Robert Ojurovic

Seit zwei Monaten ist Mauricio Macri neuer Präsident Argentiniens. Zeit genug für eine radikale Kehrtwendung in der Wirtschaftspolitik. Das wird besonders deutlich beim Umgang mit den US-Hedgefonds, die das Land im finanziellen Würgegriff halten – in Zeiten der Vorgängerregierung »Geierfonds« genannt. Im Zuge der Staatspleite im Jahr 2001 hatten die Spekulanten argentinische Schuldtitel zum Bruchteil ihres Nennwertes aufgekauft. Ihre späteren Forderungen nach voller Rückzahlung von neun Milliarden Dollar waren von der früheren Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner stets zurückgewiesen worden.

Die Erpressungstaktik scheint nun aufzugehen: Im Januar wurden Unterhändler in die USA geschickt. Sie bieten den »Fondsgeiern« eine Einmalzahlung von 6,5 Milliarden Dollar an, wie der vom mit dem Fall befassten US-Bezirksgericht bestellte Vermittler Daniel A. Pollack Anfang Februar mitteilte. Macris Regierung hält eine Einigung mit den »Investoren« für immens wic...

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