13.02.2016 / Inland / Seite 8

»Kontakt mit der Bevölkerung wird erschwert«

Trotz Wohnungsknappheit wäre es in Berlin möglich, Geflüchtete nicht in Turnhallen unterzubringen. Gespräch mit Christiane Brückner

Wolfgang Pomrehn

Was berichten Geflüchtete von der Situation in den vielen Massenunterkünften in Kreuzberg?

Dass die Zustände unhaltbar sind. Alle, mit denen wir gesprochen haben, beklagen sich über verschmutzte Räumlichkeiten und darüber, dass sehr viele Menschen auf engem Raum zusammenleben müssen. Meist gibt es keine Waschmaschinen. Das Essen ist schlecht und reicht oft nicht. Meistens wird es in Rationen abgepackt geliefert, ist geschmacklos. Viele Geflüchtete sagen, gebt uns doch lieber das Geld, damit wir uns selbst versorgen können. Das wäre sogar billiger. Es gibt außerdem viele Klagen über Schikanen von Security-Mitarbeitern. In einem Fall haben wir gehört, dass ein Geflüchteter aus der Unterkunft rausgeworfen wurde, weil er einem Sender ein Interview gegeben hatte.

In den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof, in denen rund 2.000 Flüchtlinge untergebracht sind, gibt es nicht einmal Duschen. Die Menschen werden in Shuttle-Bussen zum Duschen gefahren. Wir höre...

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