13.02.2016 / Inland / Seite 5

Niemand will PEPP

Ver.di kritisiert Kostenpauschalen in der psychiatrischen Behandlung

Claudia Wrobel

Festgeschriebene Kostenerstattung für die Behandlung von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen. Ab dem kommenden Jahr soll das mit der Einführung des »Pauschalierenden Entgeltsystems Psychiatrie und Psychosomatik« (PEPP) Realität werden. Anlässlich der achten Fachtagung Psychiatrie von ver.di wandte sich die Gewerkschaft erneut gegen die Pläne. Sie appellierte am Freitag an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), alternative Vorschläge anzunehmen. »PEPP darf nicht kommen. Für eine bedarfsorientierte zeitgemäße psychiatrische Therapie und Versorgung brauchen wir statt dessen spürbar mehr Personal«, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler in Berlin.

Bis jetzt ist die Personalbemessung in der Psychiatrie per Verordnung gesetzlich festgeschrieben (Psych-PV). Dasselbe fordert die Gewerkschaft, aber auch Ärzteverbände und andere Praktiker verlangen das für alle anderen Bereiche in der Pflege. In Europas größtem Universitätsklinikum, der Berlin...

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