12.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Jeder dritte malocht 45 Stunden und mehr

DGB-Index »Gute Arbeit«: Überstunden schränken unter anderem Erholungsfähigkeit erheblich ein

Claudia Wrobel

Flexible Arbeitszeiten, das wünschen sich viele Beschäftigte. Besonders eine Vollzeitanstellung kann ganz schön belastend sein – mehr als zwei Drittel derjenigen, die laut Vertrag mindestens 35 Stunden pro Woche arbeiten, würden gerne weniger Zeit im Job verbringen. Das ist ein Ergebnis einer Sonderauswertung des DGB-Index »Gute Arbeit« aus dem vergangenen Jahr, die der Gewerkschaftsbund am Donnerstag veröffentlichte. Die Realität sieht allerdings für viele ganz anders aus. Bei knapp einem Viertel aller Beschäftigten nimmt der Job mehr als 45 Stunden pro Woche in Anspruch. Bei den Vollzeitangestellten betrifft dies sogar ein Drittel. »Überlange Arbeitszeiten« nennt das der Gewerkschaftsbund – und die schränken Mitarbeiter stark ein.

So geben 17 Prozent der Vollzeitbeschäftigten an, sogar 48 Stunden und mehr pro Woche zu arbeiten. Damit wird die Grenze des im Arbeitszeitgesetz erlaubten überschritten. Je länger Menschen arbeiten, de...

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