12.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Auf dem Boden der Tatsachen

Globale Studie zum Ausmaß der Vernichtung der Grundlage der Nahrungserzeugung: Verluste auf 300 Milliarden US-Dollar jährlich beziffert

Jana Frielinghaus

Es spricht sich langsam herum: Fruchtbares Land ist eine »nicht erneuerbare Ressource«. Ist fruchtbarer Boden erst einmal weggeschwemmt, durch Monokulturen ausgelaugt und das in ihm wohnende vielfältige Leben abgetötet, ist er auf lange Sicht verloren. Claus Töpfer sprach am Donnerstag in Berlin sogar von 2.000 Jahren, die es brauche, bis eine Humusschicht sich neu gebildet habe.

Der CDU-Politiker und ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) stellte gemeinsam mit Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Uni Bonn, und Stefan Schmitz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Studie zur »weltweiten Degradierung von Land und Böden« und deren Kosten für die Gesellschaft vor.

Der Befund dürfte niemanden überraschen: Die Lage ist im höchsten Maße alarmierend. Zugleich wird das von der Politik noch immer kaum wahrgenommen. »Boden ist die am meisten vernachläs...

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